Feuchttücher statt High Heels - der erste Familienurlaub

Dass sich das Leben mit Kind total verändert, war mir ja schon klar. Aber dass so ein kleines Wunder eine so große Auswirkung auf unser Leben hat, wurde mir erst nach der Geburt klar und beim Packen der Urlaubssachen wieder besonders deutlich:

Da es für unseren Kleinen noch sehr schwer ist, sich an die Welt, die Menschen und alles was Neu ist zu gewöhnen, wagten wir noch keine Weltreise und beschränkten uns auf eine Woche Urlaub an der Ostsee. Der Winzling war zu diesem Zeitpunkt 12 Wochen alt.

Beim Kofferpacken musste ich diesmal umdenken und mir wurde wieder deutlich, wie sehr sich mein Leben verändert hatte. Machte ich mir früher Gedanken, welches Outfit ich im Urlaub für welche Gelegenheit brauchte (Strand, Sport, Party), so reichten mir jetzt ein paar Freizeitoutfits (meist bestehend aus Jeans oder Jeansrock und Top - wird quasi nie dreckig, muss nicht gebügelt werden und passt zu fast allem was man mit Baby so unternimmt). Dafür wurden Taschen, Koffer und das Auto jetzt mit der gesamten Babyausstattung des Winzlings vollgepackt. Letzendlich nahm Babys Reiseausrüstung weit mehr Platz ein, als Mamas und Papas Sachen zusammen.

Hier eine Auswahl der Urlaubsuttensilien früher und heute:

Früher


Parfum

Sportschuhe oder Inlineskates

Partyoutfit

Kopfschmerztabletten

Schnorchel und Luftmatratze

Schlafbrille

Umhängetasche

Kartenspiele

High Heels

Heute


Babyöl

Kinderwagen

Babykleidung

Fieberzäppfchen

Maxicosi

Windeln

Nachtlicht

Spielebogen

Feuchttücher


Die Autofahrt überstanden wir - trotz zahlreicher Staus - recht gut. Unser Ferienhaus lag knappe 30m vom Strand entfernt und vom Schlafzimmer aus konnten wir das Meer sehen, sodass ich jeden Morgen zuerst mit dem Winzling ans Fenster ging, die Gardinen zurückzog und erstmal den Moment genoss. Das Wetter war sehr wechselhaft, so froren wir zu Beginn des Urlaubs im Parker und schwitzten zum Ende in Badesachen.

Dem Winzling gefiel es leider nicht immer gut, so hatte er auf gemeinsame Abendessen, Café oder Fischbrötchen im Restaurant einfach keine Lust und gab dies jeweils lautstark zum Besten, sodass wir unseren Milchkaffee sogar zweimal in einen Pappbecher umgießen ließen, um diesen mitzunehmen. Schlafen wollte unterwegs er nur im Tragetuch ( bei Strandwetter gar nicht so einfach).

Dennoch schafften wir ein paar wunderschöne Spaziergänge, gönnten uns jeden Tag ein Eis und schafften es sogar, indirekt von Weitem beim Publing Viewing zuzusehen.

Besonders genossen wir einen Abend am fast leeren Strand, bei dem wir mit dem Winzling auf der Picknickdecke Spaß hatten.

Auch das seit Bekanntgabe der Schwangerschaft sehnsüchtig herbeigesehnte Babyschwimmen wurde zu einem Höhepunkt des Urlaubs. In eine Therme wollten wir für Winzlings erstes Schwimmen noch nicht und fuhren erstmal in ein kleines Schwimmbad mit Meerwasserbecken und Blick auf die Ostsee (natürlich am Warmbadetag). Wir hatten das Schwimmbad fast für uns (was den Papa und mich sehr beruhigte), natürlich waren wir nur kurz mit dem Kleinen im Wasser, aber er und wir genossen jeden Moment.

Auch wenn der Winzling bei unseren Ausflügen teilweise sehr - nennen wir es unruhig - war, so gefiel uns der erste Familienurlaub sehr. So müssen es nicht immer andere Länder, Strände oder Flugreisen sein. Wenn der Winzling etwas größer ist, werden wir ganz bestimmt noch einmal an die Ostsee fahren.

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