Vorsicht - wir sind jetzt Vorbilder

"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm", dieses oft gehörte Sprichwort bringt auf den Punkt, wie sehr das Verhalten der Eltern ihre Kinder prägt. Und natürlich erlernen die Kinder nicht nur Fähigkeiten wie Sprechen oder Laufen durch Nachahmen. Auch ihr Sozialverhalten, ihre Medienkompetenz oder ihr gesamtes Wesen ist durch das Verhalten der Eltern geprägt. Die Eltern sind ihre Helden (zumindest eine Zeit lang) und die Kinder wollen sich wie sie verhalten. Zur Zeit beginnt der Winzling unser Verhalten immer genauer zu beobachten und beginnt schon damit, einige Dinge nachzuahmen. Höchste Zeit, um sich über unser Verhalten Gedanken zu machen.

Am Küchentisch möchte er bei uns sitzen und reißt uns fast das Essen aus der Hand. Wenn ich beim Stillen Fernseh schaue (Schande über mich, aber ich kann es nicht lassen), wandert sein Blick auch immer häufiger in Richtung TV. Auch wenn ich mein Handy in der Hand halte, ist seine Neugier geweckt. Was für unseren kleinen Liebling ein großer Schritt in seiner Entwicklung ist, bedeutet für uns, dass wir uns langsam immer mehr Gedanken über unsere Handlungen machen sollten. Um unseren Kleinen bestmöglich und nicht zu einer übergewichtigen, frechen, internetsüchtigen und rücksichtslosen Couchpotatoe zu erziehen, müssen wir dringend ein paar Vorsätze fassen:

  • keine Süßigkeiten mehr vor dem Essen (und überhaupt nicht mehr so viele Süßigkeiten),
  • gesunde und regelmäßige Mahlzeiten,
  • Am Tisch und nicht auf dem Sofa essen und dabei nicht Fernsehen gucken oder aufs Handy schauen (Zeitung ist erlaubt, Lesen bildet schließlich),
  • generell mal wieder Bücher lesen (Lesevorbild sein),
  • keine Süßigkeiten im Kassenbereich des Supermarktes kaufen (nein, auch keine Caprisonne für meinen Mann),
  • mit einer konkreten Vorstellung über die Einkäufe (evtl. in Form von Einkaufszettel?) in den Supermarkt gehen und nicht auf spontane Inspiration hoffen (endet oft mit Gereiztheit und großem Hunger bei Fastfood),
  • monatliche Gefühlsschwankungen meinerseits nicht so nach außen tragen (und nicht alles auf die Hormone schieben),
  • überhaupt die schlechte Laune nicht so nach außen tragen (vielleicht durch regelmäßigen Sport entgegenwirken und zu ausgeglichener, durchtrainierten Mama werden),
  • keine Schimpfwörter benutzen (möglichst auch nicht beim Autofahren),
  • auch beim zu Fuß gehen auf rote Ampeln achten,
  • Fahrradhelm tragen,

  • weniger Fernsehen,
  • Kein weniger Dumm-TV,
  • Wenn Fernsehen, dann auch mal Nachrichten gucken (und dazu zählen nicht die RTL2 News),
  • nicht ständig im Internet surfen,
  • nicht ständig auf das Handy schauen,
  • abnehmen (gut, das hat jetzt nichts mit dem Kind zu tun, ist aber ständiger Vorsatz).

Ich bin gespannt, wie groß meine Selbstdisziplin in diesem Fall ist, (siehe Blog Artikel: Vorsätze und Realität).

Ich esse schnell noch die letzen Schokoladenvorräte vor dem richtigen Essen auf (sie müssen ja weg) und fange dann direkt mit den Vorsätzen an ;-).

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