Fünf gemeinsame Monate

Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, morgens zwischen meinen liebsten Männern aufzuwachen, das fröhliche "Grrrr...." des Winzlings zu hören, ihn neben sich lächeln zu sehen und zu spüren, wie er seine Hand nach meiner ausstreckt. Ja, der Winzling schläft noch immer bei uns im Zimmer, im eigenen Bett zwar, aber nah bei uns - und wir genießen diese Nähe! In der Nacht wacht unser Liebling noch immer mindestens zweimal auf und hat nach wie vor manchmal nachts Bauchschmerzen (ich sollte dringend etwas gegen meine Müslisucht unternehmen). Wenn er dann morgens mit guter Laune aufwacht, ist das aber immer schnell vergessen.

Ich genieße die Elternzeit seit diesem Monat sehr und nutze die "freien" Tage für viele tolle Unternehmungen. Unglaublich, wenn man bedenkt, wie mein Leben noch vor einem Jahr aussah und dass die "normale" Arbeit zur Zeit fast völlig aus meinen Gedanken verschwunden ist. Der Tagesablauf vom Winzling und mir ist inzwischen schon recht ritualisiert. Der Kleine schläft alle zwei bis drei Stunden und braucht einen kurzen Vormittags- und einen Nachmittagsschlaf. Mittags schläft er meist zwei Stunden in seinem Bett. Auch wenn ich dadurch in meiner Flexibilität eingeschränkt bin, tut mir diese Zeit sehr gut, da ich sie für mich einplanen und nutzen kann.

Durch den Pekip-Kurs, das wöchentliche Elternfrühstück und die Krabbelgruppe haben der Winzling und ich schon viele Termine, haben viele neue, liebe soziale Kontakte gefunden und freuen uns auf die regelmäßigen Treffen. Er ist gern mit anderen Kindern zusammen und genießt auch die Zeit mit seinen größeren Cousins und Cousinen.

Unser Kleiner ist jetzt sehr aufmerksam, er mag es, durch die Wohnung oder den Garten getragen zu werden und nach Dingen zu greifen. Fingerspiele und Lieder liebt er und verfolgt alles aufmerksam. Wenn der Papa nachmittags von der Arbeit kommt, lacht er laut und tobt schon gern mit ihm herum.

 

 

Unsere Highlights

 

Es mag sich seltsam anhören, aber ich fühle mich erst jetzt wieder zurück im sozialen Leben (niemals hätte ich vor der Geburt gedacht, dass das so lange dauern kann und dann auch noch bei mir, aber mein Leben wurde wirklich auf den Kopf gestellt). Der Winzling weint nicht mehr so oft und wenn doch, dann weiß ich in der Regel warum (zumindest tagsüber). Ich weiß, wann er essen möchte oder wann er besser schnell schlafen sollte und kann ihn insgesamt einfach besser einschätzen  So sind wir seit diesem Monat, Dank des wunderbaren Spät-Hochsommers, viel draußen und oft mit dem Fahrrad und dem Croozer unterwegs. Wir treffen uns häufig mit anderen Mamis, picknicken gemeinsam im Park und waren sogar im Freibad (unserem Winzling war es allerdings noch etwas frisch und er hatte nichtmal Lust, seine Füßchen in das Babybecken zu halten). Zweimal haben wir beim Football zugeschaut und - dank Tragetuch - konnte der Winzling dort sogar bei Lautstärke schlafen. Ein besonderer Höhepunkt in diesem Monat war sicherlich auch die Taufe des Winzlings, bei der er sich von seiner besten Seite zeigte und die zu einer wundervollen Feier von Familie und Freunden wurde.

 

 

Das kann der Winzling jetzt

 

Wie jeden Monat gibt es wieder viele Entwicklungsschritte des Winzlings die beim Papa und mir häufig ein hysterisches "Guck mal, guck mal was er macht...", hervorrufen. Der Kleine greift jetzt sehr gezielt nach Dingen und verfehlt sein Ziel dabei nicht mehr (zumindest mit der rechten Hand). Gerne greift er nach seinen Füßchen, die er schon halten, aber noch nicht in seinen Mund stecken kann. Auch kleinere Gegenstände (wie den Schnuller) kann er mit seinem Pinzettengriff greifen und festhalten.

Der Winzling hat in diesem Monat viele neue Laute gelernt und wenn er ausgeschlafen und gut drauf ist, erzählt er gern ganze Geschichten.

Inzwischen schafft es unser Liebling, sich auf die Seite zu drehen, ganz rum kommt er alledings noch nicht, aber ich bin mir sicher, das wird nicht mehr lange dauern.

Besonders stolz sind der Winzling und wir aber darauf, dass er sich jetzt mit seinen Händen hochziehen kann und es so schon schafft zu sitzen, aus dieser Position hat er einen besseren Blick und beobachtet gerne alles.

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